Google Chrome lädt heimlich 4-GB-KI-Modell auf Nutzergeräte – ohne Zustimmung
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Wie der Blogger 'That Privacy Guy' dokumentiert, legt Google Chrome im Hintergrund eine große Binärdatei (weights.bin) im AppData-Verzeichnis ab, die zu Googles On-Device-KI-Modell 'Gemini Nano' gehört. Das Modell wird aktiviert, sobald Chromes KI-Features – die in neueren Versionen standardmäßig eingeschaltet sind – auf kompatibler Hardware laufen, ganz ohne expliziten Hinweis oder Zustimmungsdialog für den Nutzer. Systemadministratoren in Unternehmensumgebungen berichten, die Funktion nachträglich per Intune-Richtlinien oder Chrome-GPO-Settings blockiert zu haben.
Die Reddit-Reaktion
Die Reddit-Community ist gespalten, aber überwiegend kritisch gegenüber Google: Viele Nutzer empfinden das stille Ausrollen eines 4-GB-Modells als inakzeptablen Eingriff in die Kontrolle über das eigene Gerät und fordern ein Opt-in. Gleichzeitig werden die drastischen Klimaberechnungen im Originalartikel als unwissenschaftlich und reißerisch abgetan, und einige Nutzer können die beschriebene Datei auf ihren Systemen schlicht nicht finden – was Zweifel an der Allgemeingültigkeit des Berichts weckt. Der Tenor lautet: Das Vorgehen Googles ist problematisch, der Artikel selbst jedoch stark übertrieben.